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Primacom neutral


29.05.2002
Merrill Lynch

Die Investmentbanker von Merrill Lynch bewerten die Aktie des deutschen Kabelfernsehanbieters Primacom (WKN 625910) auch weiterhin "neutral".

Die Resultate des ersten Fiskalquartals hätten insgesamt leicht über den Erwartungen der Analysten gelegen. Bei den Abonnenten würden sich die gleichen Trends abzeichnen, wie bei anderen europäischen Kabelnetzbetreibern, nämlich eine überdurchschnittliche Entwicklung in der Sparte Internet Breitband und ein weiterhin schwaches Leistungsprofil der Division digitales Fernsehen. In den Augen der Analysten werde es der Aktie von Primacom so lange an Antriebskraft fehlen, bis die langfristige Strategie des Unternehmens deutlicher erkennbar sei und sich der europäische Kabelmarkt insgesamt erholen werde.


Die Umsätze seien im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich aufgrund höher als erwartet ausgefallener Umsatzzahlen der Sparte Internet, um 13% auf 43,9 Mio. EUR gestiegen. Das bereinigte EBITDA des Quartals habe erwartungsgemäß bei 19,2 Mio. EUR gelegen und sei damit um 12% gestiegen. Dagegen hätten sich die Nettoverluste besser als prognostiziert entwickelt und seien im Jahresvergleich um 53% auf -12,9 Mio. EUR gesunken. Die Experten hätten mit einem Nettoverlust von 15,7 Mio. EUR gerechnet. Diese Entwicklung sei auf unerwartet niedrige Verzinsungsraten zurückzuführen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens sei sequentiell um 9 Mio. EUR auf 861 Mio. EUR gestiegen.

In der Sparte Internet sei die Zahl der Abonnenten im Quartal sequentiell um 5.000 auf insgesamt 39.000 gestiegen und hätte damit die Prognosen übertroffen. Im Bereich digitales Fernsehen seien allerdings nur 200 Neuabonnenten hinzu gekommen, da sich Primacom insbesondere in den Niederlanden hauptsächlich auf die Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen konzentriert habe.

Aufgrund der Zahlen für das erste Quartal würden die Analysten ihre Erwartungen für das gesamte Finanzjahr 2002 vorerst wohl nicht ändern und weiterhin von einem Umsatz in Höhe von 216 Mio. EUR, einem EBITDA von 82 Mio. EUR und einem EPS von - 4,2 EUR ausgehen. Im Geschäftsjahr 2003 könnte der Verlust pro Aktie sogar bei 5,2 EUR liegen. Die Prognose der Unternehmensleitung für das EBITDA liege im Jahr 2002 bei 80 - 82 Mio. EUR, also auf vergleichbarem Niveau. Unter der neuen US GAAP Bilanzierungsverordnung könnte allerdings der Nettoverlust um etwa 35 Mio. EUR reduziert werden, da Aufwendungen für bargeldlose Amortisation geringer ausfallen würden. Die Aktie werde derzeit zu einem Kurs gehandelt, der etwa 597 EUR pro Abonnenten entspreche und den Experten vor dem Hintergrund der Unsicherheit im europäischen Kabelgeschäft angemessen erscheine.

In Konsequenz bewerten die Börsenexperten von Merrill Lynch die Primacom Aktie nach wie vor mittelfristig mit "neutral" und raten langfristig zum Kauf des Wertpapiers.




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